Am 23. Juni 1878 haben unsere Vorfahren in der Gemeinde Kainach sich zusammengefunden um die Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. Sämtliche Bürger hatten sich geschlossen und begeistert für den damaligen Wahlspruch der Freiwilligen Feuerwehr: Einer für alle und alle für einen unter dem 1. Kommandant Andreas Pfändner eingesetzt. Fortan wurde fleißig geübt mit einem Eifer den man heutzutage wohl auch von niemandem mehr verlangen könnte.
Aus alten Übungsbüchern ist zu ersehen dass die Übungen meistens schon früh um fünf Uhr stattfanden.
Im Jahr 1886 wurde dann trotz sehr spärlicher Mittel eine Handdruckspritze gekauft, mit welcher auch an etlichen Bränden in den Nachbarschaften mit großem Erfolg gelöscht wurde.
Während der Kriegsjahre führte Friedrich Preißinger die Freiwillige FeuerwehrKainach als Kommandant von 1940 bis 1946. In diesen sechs Jahren hatte er eine Frauengruppe auszubilden.
Nach Kriegsende führte wieder Paul Fick die Geschicke der Freiwilligen Feuerwehr und war von 1946 bis 1962 also insgesamt 23 Jahre Kommandant unserer Feuerwehr.
Im Jahr 1949, also nach 63 Jahren war die alte Handdruckspritze nicht mehr einsatzfähig, deshalb wurde von der Gemeinde eine neue Kleinkraftspritze mit 300 Liter Leistung von der Firma Paul Ludwig in Bayreuth gekauft zu einen damaligen Preis von 2.132,20 DM.
Im Jahr 1962 musste diese Spritze ihre Bewährung beim Brand der Scheune von Johann Bergmann , Hausnummer 8, abgeben. Auch hier war es dem schnellen und gezielten Einsatz unserer Ortswehr zu verdanken, dass ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude verhindern werden konnte, bis die Nachbarwehren aus Hollfeld und aus Wonsees zu Hilfe kamen.
Im Jahr 1966, nach 17 Jahren nach der Anschaffung von der Kleinkraftspritze wurden wir Kainacher nach dem neusten Stand des Feuerlöschwesens ausgerüstet. So wurden ein neuer Tragkraftspritzenanhänger und eine leistungsfähige Motorspritze TS 8 und ein von der Firma Paul Ludwig in Bayreuth gekauft. Die Gerätschaften wurden in Nachbarorten mit großem Erfolg zum Einsatz gebracht.
Im Jahr 1967, wurde unter Kommandant Hans Pfändner und Bürgermeister Josef Kraus unser Feuerwehrgerätehaus erbaut.
Im Jahr 1983 fand die erste Kainacher Kerwa durch die Feuerwehr statt.
Im Jahr 1986, wurde unser Feuerwehrgerätehaus mit einer Sirene und Funkalarmierung ausgestattet.
Im Jahr 1987, wurde durch den 1. Kommandant Schrüfer Michael erstmalig freundschaftliche Verbindung zur Freiwilligen Feuerwehr Kainach in der Steiermark / Österreich aufgenommen.
Im Jahr 1988, Gründung des Feuerwehr Vereins.
Im Jahr 1990, Eintrag ins Vereinsregister FFW-Kainach e.V.
Im Jahr 1991, zählte die Feuerwehr 4 Feuerwehranwärter.
Zum ersten mal wurde ein Jugendwart gewählt, diesen Posten erhielt Andreas Angermann.
Im Jahr 1997, Baubeginn mit Grundsteinlegung des Bürgerhauses auf Initiative der Feuerwehr. In den Jahren zuvor fanden die Unterrichte im Saal des neuen renovierten Schlosses statt , oder in den Privaten Räumen der aktiven Feuerwehrkameraden.
Im Jahr 2001, wurde im September das Bürgerhaus eingeweiht – im Rahmen unserer ersten Kainacher Kerwa im Bürgerhaus.
Im Jahr 2002, nach 36 Jahren war unsere TS 8 nicht mehr einsatzfähig.
Im Jahr 2003, damit der Brandschutz für die Bevölkerung aufrecht gehalten werden konnte, hat die Stadt Hollfeld für unsere ausgebildete Feuerwehr eine neue TS8/8 von Rosenbauer mit einer Pumpenleistung von 1600 Liter bereitgestellt.
Im September wurde im Rahmen unserer Kerwa , 125 Jähriges Gründungsfest mit Spritzenweihe gefeiert. Erstmalig konnte die Feuerwehr 11 Jugendliche, vom alter zwischen 12 und 18 Jahren zählen.
Im Jahr 2008, wurde das Feuerwehrgerätehaus, und der Leitung vom 1. Kommandant Harald Fick, erweitert. Bei diesen Bauvorhaben wurde das Gebäude von uns komplett renoviert. Unsere jugendlichen Feuerwehranwärter, haben die Wände, vom Gerätehaus, innen und außen neu gestrichen.
Im Jahr 2015 hatte die Feuerwehr 78 Vereinsmitglieder. Davon sind 4 weibliche und 24 männliche, aktiv im Feuerwehrdienst. Durch den hohen Ausbildungsstand können die 3 Gruppenführer auf 6 Truppführer, 9 Maschinisten, 11 Sprechfunker in Digitalfunk und einen Atemschutzträger zurückgreifen. Um schnell und gezielt bei Gefahren in der Bevölkerung, Hilfeleistung geben zu können. Außerdem steht unser Nachwuchs mit an oberster Stelle. Unsere 4 Mädchen und 4 Jungs sind nicht nur am Unterricht oder bei den Übungen dabei. Sie sind auch immer an vorderster Front wenn es ums Helfen geht, wenn der Verein ein Fest auslegt.